WLAN-Tipps für dein Zuhause

Bei der Einrichtung und der optimalen Ausleuchtung des Heim-WLAN gibt es einiges zu berücksichtigen.

Auf dieser Seite zeigen wir dir, mit welchen Schritten du eine stabilere WLAN-Verbindung für die Nutzung des schnellen Glasfaserinternets in allen Räumen und auf allen Endgeräten für all deine Anwendungen erreichst.

Optimal ist es, wenn du deine Geräte per LAN mit dem Internet verbindest. Sollte das nicht gehen, kannst du mit diesen Tipps dein Heim-WLAN deutlich leistungsstärker und stabiler machen:
 

Standort deines Routers

Der Standort des Routers spielt eine wichtige Rolle. Häufig wird der Router im Keller oder im Hausflur angebracht, da dort das Glasfaserkabel durch die Wand „geschossen“ und ins Haus integriert wurde. Gerade der Standort im Keller ist äußerst ungünstig, weil die Entfernung zu den Endgeräten nicht größer sein könnte. Die meisten Häuser und Wohnungen haben zudem dicke Stahl- oder Betonwände. Diese sind schwer zu durchdringen und es geht jedes Mal ein Teil des Signals verloren.
 

    1. In einem Einfamilienhaus sollte deshalb der Router im Erdgeschoss (möglichst zentral) aufgestellt werden. So müssen Funksignale jeweils nur eine Decke durchdringen, um zum Obergeschoss und Untergeschoss zu gelangen.
       
    2. Im Raum selbst sollte der WLAN-Router möglichst hoch (am besten unter der Decke) per Wandmontage angebracht werden. Dies sorgt für eine optimale Reichweite. Die Antenne sollte nach unten in Richtung des Bodens zeigen. Je höher der Router angebracht ist, desto größer wird die Reichweite.
       
    3. Sollte die Positionierung des Routers nicht zentral möglich sein (weil z.B. kein Kabel durch Decken oder Wände gelegt werden soll) besteht die Möglichkeit der Nutzung eines Repeaters oder Powerline Adapters. Weitere Informationen finden Sie unter dem Abschnitt „WLAN-Signal im Haus / Wohnung verstärken“.


Gerade für Nutzer*innen, die von herkömmlichen DSL zu Glasfaser gewechselt sind, ändert sich der Standort des Routers in der Regel: Wo damals noch der Router zentral an der Telefondose des Hauses angeschlossen wurde, so steht der Router nun häufig dort, wo das Glasfaserkabel durchgeschossen wurde.

Was stört die Funkverbindung?

  • Die meisten Haushaltsgeräte (z.B. Babyphone, Bluetooth-Geräte, Telefone, Mikrowellen etc.) nutzen den 2,4-GHz-Frequenzbereich. Sollte dein Router ebenfalls diesen Frequenzbereich nutzen, wird das Signal von diesen Geräten gestört. Als Lösung solltest du bei deinem Router den 5-Ghz-Frequenzbereich nutzen, welcher weniger verwendet wird. So reduzierst du die Anzahl der Störgeräte und verbesserst die Reichweite. Deshalb sollte dein Router auch nicht neben deinem Laptop oder Computer stehen, da diese meist einen USB 3.0 Port besitzen. Dieser sendet auch auf dem Frequenzbereich 2,4-GHz.
     
  • Typische WLAN-Störquellen zuhause sind z.B. Wasserleitungen, Fußbodenheizung, Stahlbetondecken, Leichtbauwände mit Aluständerwerk und kaschierter Dämmwolle oder der Wäscheständer mit feuchter Wäsche, der vor dem Router steht. Achte also darauf bei der Wahl deines Routerstandorts.
     
  • Auch in Schränken haben Router nichts verloren, denn selbst Materialien wie Holz oder Plastik können die WLAN-Reichweite drastisch einschränken.
     
  • Der beste WLAN-Kanal ist ein Kanal, der nicht von allen Nachbarn genutzt wird. Insbesondere in Mehrfamilienhäusern kann es zu einer Schwächung deines WLANs durch andere WLAN-Netze kommen. Durch den manuellen Wechsel auf einen weniger überfüllten Kanal oder einen Kanal, der gerade von keinem anderen Netzwerk genutzt wird, sollte dein WLAN deutlich besser laufen. Wie dies genau funktioniert, kannst du im Internet nachlesen, Stichwort "Kanalwechsel WLAN" oder "WLAN auto Kanaleinstellung".

 

WLAN-Signal im Haus / Wohnung verstärken

Ein durchschnittlicher Router ist in der Lage, das WLAN etwa 50 bis 100 Meter weit auszustrahlen. Dieser Wert ist allerdings ohne Wände gedacht. Jede Wand und jedes Möbelstück reduzieren die Reichweite drastisch. Je weiter weg sie vom Router sind, desto schlechter wird das Signal.

Um das Signal zu verstärken bzw. keinen Signalverlust zu erleiden, sollten sie in jedem Fall mit Repeatern und Powerline Adaptern arbeiten:
 

    • Repeater: Ein Repeater ist ein Signalverstärker oder -aufbereiter zur Vergrößerung der Reichweite eines Signals. Er empfängt die Signale des Routers und sendet sie in aufbereiteter Form weiter. Dadurch kann eine größere Distanz überbrückt werden kann. Im besten Fall ist in jedem Raum, in dem du über das WLAN Internet nutzen willst, ein Repeater platziert werden. Die Repeater steckt man einfach in die Steckdose. Sie kommunizieren problemlos mittels WPA mit einem Router, sodass keine weitere Installation notwendig ist.  Achte für eine optimale Nutzung von Repeatern darauf, dass Repeater und Router herstellergleich sind.
       
    • Powerline Adapter: Der Powerline Adapter besteht aus mindestens zwei Adaptern. Der erste Adapter wird in die Steckdose gesteckt und überträgt die Daten über die Stromleitung. Außerdem wird der Powerline-Adapter über ein LAN-Kabel mit dem WLAN-Router verbunden. Die Daten, die per LAN-Kabel vom Router an den Powerline-Adapter übertragen werden, werden vom Adapter in ein analoges Signal umgewandelt. Dieses Signal wird hochfrequent auf die Stromleitung gegeben und erreicht alle Steckdosen in Wohnung oder Haus. Der zweite Adapter wird in einem anderen Bereich zum Beispiel dem Obergeschoss ebenfalls in eine Steckdose gesteckt und per WLAN oder mit dem Lan-Kabel mit den Geräten verbunden, die WLAN fähig sind und auf denen das WLAN verwendet werden soll. Dieser filtert das analoge Signal heraus und wandelt es in digitale Daten um, die beim angeschlossenen PC, Tablet, Smartphone, Drucker oder anderen Geräten wieder als IP-Pakete ankommen. Bis zu 16 Geräte lassen sich zu einem Powerline-Netzwerk kombinieren. Je nach Modell werden zwischen 500 und 1.300 MBit/s übertragen. Im Vergleich zur bloßen Nutzung eines Repeaters geht bei dieser Variante weniger Signalstärke und Übertragungsrate verloren. Für größere Häuser bzw. Häuser mit mehr als 2 Etagen, bei vielen Haushaltsmitgliedern oder bei Häusern mit sehr dicken Wänden solltest du auf Powerline Adapter setzen.
       
    • Externe Antennen: Es gibt sogar die Möglichkeit, externe Antennen an die FRITZ!Box anzubringen. Sie lassen sich über die Antennensteckplätze auf der Routerplatine anschließen und können die Reichweite des WLAN Signals spürbar erhöhen.

Einstellungen am Gerät

Die meisten SWN-WLAN-Router kommen zuhause bei den Kund*innen an und werden dann direkt verwendet. Aber wusstest du, dass diese auch regelmäßige Softwareaktualisierungen benötigen? Veraltete Geräte sind häufig das Problem, wieso die Internetverbindung schwach ist. Überprüfe deshalb regelmäßig, ob Softwareaktualisierungen für dein Gerät vorhanden sind und führe diese durch.

Außerdem haben viele FRITZ!Boxen von Anfang an den „Green Mode“ aktiviert, der das Tempo der Gigabit-LAN- und USB-Anschlüsse drosselt. Diese Ports lassen sich aber auch im sogenannten „Power Mode“ betreiben, was bedeutet das beim Gigabit-LAN-Anschluss die Datenrate von 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) auf bis zu 1000 (also 1 Gigabit pro Sekunde) steigt. Hierzu gibt es viele Anleitungen im Internet, wie du ihn einschalten kannst.

Die Sendeleistung des Routers sollte auf maximal stehen: Bei der FRITZ!Box siehst du die Sendestärke unter „WLAN -> Funkkanal -> Maximale Sendeleistung“.

 

SWN-Handlungsempfehlung zum Testen deiner Internet-Geschwindigkeit

Verwendung der Ookla Speedtest Anwendung:
Windows: https://www.speedtest.net/apps/windows
MacOS: https://www.speedtest.net/apps/mac

Die Messstelle ist der Speedtestserver der Stadtwerke Neumünster.

Dein Rechner sollte direkt mit einem Patchkabel an die von uns gelieferte FRITZ!Box angeschlossen sein.
Das Patchkabel sollte mindestens der Kategorie 5e entsprechen.

Die FRITZ!Box sollte direkt mit einem Patchkabel an den ONT (Genexis) angeschlossen sein.
Das Patchkabel sollte mindestens der Kategorie 5e entsprechen.

Dein Rechner muss über eine Gigabit-Netzwerkkarte und einen möglichst modernen Prozessor verfügen.
Als Richtwert sollte der Rechner das jeweils aktuelle Betriebssystem installiert haben, also Windows 10 20H2 bzw. Mac OS 11 Big Sur (Stand März 2021).