Das SWN-Wertstoffzentrum

Im Wertstoffzentrum im Süden Neumünsters werden Wertstoffe gesammelt, behandelt und verwertet. Pro Jahr werden hier rund 400.000 Gewichtstonnen Abfälle angeliefert. Diese sorgen für wichtige Energie im SWN-Heizkraftwerk und liefern Ausgangsstoffe für neue Produkte.

Und so funktioniert's

Auf dem Interkommunalen Recyclinghof laden Privatkunden und Gewerbebetriebe ihre Abfälle ab. Hier wird in rund 20 verschiedene Fraktionen getrennt, vom Restmüll bis hin zu Toner-Kartuschen und CDs.

In der Mechanisch-Biologischen Abfallbehandlungsanlage (MBA) entsteht dann aus dem Restmüll, Sperrmüll und hausmüllähnlichem Gewerbeabfall ein qualitativ hochwertiger Brennstoff, der in der Thermischen Ersatzbrennstoff-Verwertungsanlage (TEV) am Heizkraftwerk der SWN eingesetzt wird. So entstehen Fernwärme und CO2-freier Strom für die Stadt und die Region. Ca. 10.000 Gewichtstonnen Metalle pro Jahr gehen zurück in die Stahl- und Aluminiumwerke.

Die Biokompostierungsanlage der Bio-Abfall-Verwertungsgesellschaft mbH nutzt die getrennt gesammelten Bio- und Grünabfälle und stellt daraus Frischkompost für die Landwirtschaft her. Der Kompost ist ausgezeichnet mit dem Gütesiegel der Bundesgütegemeinschaft Kompost und wird von Landwirten aus der direkten Umgebung des SWN-Wertstoffzentrums genutzt.

Die Deponie hat ihr Betriebsende erreicht. Am 29. August 2014 wurden zum letzten Mal Asche und Schlacke aus der Thermischen Ersatzbrennstoff-Verwertungsanlage (TEV) des SWN-Heizkraftwerks angeliefert. Jetzt befindet sich die Deponie Wittorferfeld in der Stilllegungsphase. Sie wird weiterhin genauestens überwacht.

Die Sickerwasseraufbereitungsanlage sorgt für die Klärung aller im Wertstoffzentrum anfallenden Abwässer. Das sind sowohl die Sickerwässer aus der Deponie als auch Sanitärabwässer und die Abwässer aus den einzelnen Anlagen des Wertstoffzentrums.

Neben den Abfallbehandlungsanlagen gibt es auch Anlagen zur Erzeugung von Energie: So produziert eine große Photovoltaikanlage auf einer Fläche von 2.900 Quadratmetern rund 330.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr und speist sie ins Netz ein. Das entspricht in etwa dem Verbrauch von 100 Vier-Personen-Haushalten. Das Blockheizkraftwerk, welches elektrischen Strom aus den Deponiegasen produziert, deckt einen Teil des Strombedarfs des SWN-Wertstoffzentrums ab.

Mitarbeiterbild von Wolfgang Bublitz

Wolfgang Bublitz

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