So kommt der Strom in Ihre Steckdose

Jeden Morgen röstet der Toaster Ihre Brötchen, die Kaffeemaschine kocht Ihren Kaffee und der Föhn trocknet Ihre Haare. Der Strom kommt zuverlässig aus der Steckdose. Doch wie kommt er dahin?

Ein Teil des Strombedarfs wird im SWN-eigenen Heizkraftwerk auf Basis der Kraft-Wärme-Kopplung umweltfreundlich und ressourcenschonend erzeugt. Zusätzlich zur Eigenerzeugung wird Strom am Markt hinzugekauft.

Mit der Abholung Ihrer grauen Tonne wird der Kreislauf der Stromgewinnung in Bewegung gesetzt. Der Restmüll wird an unsere Mechanisch-Biologische Abfallbehandlungsanlage (MBA) geliefert und in mehreren Schritten zunächst sortiert und zerkleinert. Um den Heizwert zu erhöhen, wird der zerkleinerte Abfall bei der biologischen behandelt und getrocknet. So entsteht in der Brennstoffaufbereitungsanlage ein Ersatzbrennstoff einer festgelegten Qualität.

Am Ende steht die Ersatzbrennstoff-Pressstation. Hier wird der fertige Sekundärbrennstoff in verschlossene Container eingepresst. Diese Presscontainer werden dann zur Thermischen Ersatzbrennstoff-Verwertungsanlage (TEV) des Heizkraftwerks der SWN Stadtwerke Neumünster transportiert. In einem effizienten Wirbelschichtverfahren wird der Brennstoff verbrannt. Dabei wird ein Teil unseres SWN-Stroms und der Fernwärme erzeugt.

Durch diesen Prozess können 97 % Ihres Mülls klimaschonend verwertet werden, nur 3 % kommen auf die Deponie.

Das genau aufeinander abgestimmte Konzept von mechanisch-biologischer Abfallaufbereitung und optimaler energetischer Verwertung in derselben Stadt sucht seinesgleichen in dieser Form und in diesem Umfang. Denn die MBA Neumünster gehört zu den größten mechanisch-biologischen Abfallbehandlungsanlagen ganz Deutschlands.

Überblick über die Stromerzeugung bei SWN am Beispiel unserer SWN-Ökostromprodukte

Nähere Informationen zu den Stationen der Stromerzeugung

Der Inhalt unserer grauen Tonne ist bunt gemischt. Organische Abfälle wie Küchentücher, Kaffeefilter, Windeln aber auch Plastik, Scherben und vieles mehr sind Bestandteil des Restmülls. Rund 50 Prozent dieser Stoffe sind hochkalorisch, das heißt, sie haben einen hohen Brennwert. All diese Abfälle werden in der MBA, der Mechanisch-Biologischen Abfallbehandlungsanlage, sortiert und verarbeitet.

Weitere Informationen zur MBA finden Sie hier.  

In der TEV wird der in Neumünster produzierte Ersatzbrennstoff aus der Mechanisch-Biologischen Abfallbehandlungsanlage (MBA) im effizienten Wirbelschichtverfahren verbrannt. Die SWN Stadtwerke Neumünster GmbH erfüllen damit eine seit Mitte 2005 geltende Gesetzeslage. Seitdem gilt, dass nicht anders verwendbarer Abfall thermisch behandelt und zu Strom und/oder Wärme verarbeitet werden muss.

Die TEV ersetzt einen der früheren Kohlekessel. Ihre Wirbelschichtfeuerung ist für eine Kapazität von 150.000 Tonnen Ersatzbrennstoff pro Jahr ausgelegt. Dieser Bedarf ergab sich aus der Dampfleistung des alten Kohlekessels, der ersetzt wurde.

Die verbleibenden drei Kohlekessel des Kraftwerkes werden weiterhin je nach Jahreszeit und Strom- und Wärmebedarf der Stadt und der Umlandgemeinden ihren Dienst tun. Durch die Reduzierung des Einsatzes von Kohle um über 50 % vermindert SWN die Abhängigkeit vom Kohleweltmarkt. Gleichzeitig werden unsere weltweiten fossilen Ressourcen geschont.

Weitere Informationen zu den Emissionen und der Genehmigung der TEV

Emissionen der laufenden Kalenderwoche

Jahresemissionen

Genehmigung der TEV

Nach einigen Jahren der Kooperation haben die SWN Entsorgung GmbH und der Wege-Zweckverband der Gemeinden des Kreises Segeberg (WZV) im Jahr 2010 gemeinsam die Bio-Abfall-Verwertungsgesellschaft mbH (BAV) gegründet.

Die BAV soll die qualitativ hochwertige Bioabfallverwertung für Neumünster
und den Kreis Segeberg sicherstellen und optimieren: Der Bau einer neuen Bioabfallvergärungsanlage ist von der zuständigen Genehmigungsbehörde genehmigt worden. Aus Kostengründen ist diese jedoch zunächst auf Eis gelegt. Seit dem 1. Januar 2014 ist die BAV auch Betreiberin des Recyclinghofes im SWN-Wertstoffzentrum.

Die Anlage ist damit sowohl Teil des Abfallwirtschaftskonzeptes der Stadt Neumünster als auch des Kreises Segeberg. Auf dem interkommunalen Recyclinghof können nun auch Segeberger Kunden offiziell ihre Abfälle umweltgerecht entsorgen.