Fahrradtour mit Besichtigung

Zum dritten Mal boten der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) und die Bio-Abfall-Verwertungsgesellschaft (BAV) mbH gemeinsam eine Fahrradtour ins SWN-Wertstoffzentrum an.

Start war an der Tourist Information auf dem Neumünsteraner Großflecken. Von dort ging es unter der Leitung von Winfried Atrott (ADFC Neumünster) zunächst nach Gadeland, um auf naturnahen Wegen über Wittorf und die Wittorfer Burg nach Ehndorf zu radeln. Auf dem Weg kam die 11-köpfige Gruppe auch am Technischen Betriebszentrum (TBZ) in der Niebüller Straße vorbei. Eine gute Gelegenheit darauf hinzuweisen, dass das TBZ den Abfall in Neumünster einsammelt und zum SWN-Wertstoffzentrum bringt. Hier wird dann der Bioabfall zu Kompost und der Restabfall zu Brennstoff verarbeitet.

Der letzte Teil der schönen Wegstrecke führte über Padenstedt nach Wittorferfeld. So erreichte die Gruppe nach insgesamt zwei Stunden das Wertstoffzentrum im Padenstedter Weg. Hier stand die Besichtigung der Bio-Kompostierungsanlage BAV auf dem Programm. Mitarbeiterin Angelika Schiffer erklärte, wie aus Bioabfall Kompost wird. 99 % des Komposts holen sich Landwirte aus der Umgebung des Wertstoffzentrums ab. Sie düngen damit ihre Äcker und verbessern gleichzeitig den Boden.

„Landwirte, die regelmäßig mit Kompost düngen, hatten in diesem Sommer weniger Probleme mit der Trockenheit. Denn Kompost verbessert die Fähigkeit des Bodens, Wasser zu speichern“, erläuterte sie. Probleme bereiten Fremdstoffe im Bioabfall. Plastik, Windeln, Staubsaugerbeutel, Batterien und Restmüll jeglicher Art gehören nicht in die Bioabfall-Tonne. Solche Störstoffe müssen sehr aufwändig aussortiert werden, damit sie nicht auf dem Acker landen. Am Ende des Rundgangs sahen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch den 400 Quadratmeter großen Biofilter der Kompostierungsanlage an. Er sorgt dafür, dass die Luft aus den Hallen und den Rottecontainern gereinigt wird. „Dass Bakterien Geruch auffressen, das habe ich noch nie gehört“, meinte ein Teilnehmer. Bevor es wieder mit dem Drahtsesel zurück in die Innenstadt ging, stärkten sich die Radler bei Kaffee und Kuchen.

Die Radfahrer vom ADFC erfuhren viel Interessantes bei der Besichtigung der Kompostierungsanlage im SWN-Wertstoffzentrum